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Gas-Notstand in der Slowakei

Die Slowakei hat den Gas-Notstand ausgerufen. Der slowakische Versorger SPP teilte mit, daß jederzeit die Gasversorgung einzelner Grossabnehmer komplett abgestellt werden könnte.

Der russische Konzern Gasprom hat am Dienstag seine Lieferungen, die durch die Ukraine transportiert werden, drastisch reduziert. Zugleich wirft die russische Seite der Ukraine vor, Gas aus den Lieferungen nach Westeuropa abzuzweigen. Wegen gescheiterter Verhandlungen liefert Gasprom seit 1. Januar kein Gas mehr an die Ukraine. Betroffen sind auch Bulgarien, Kroatien, Ungarn, Griechenland, Mazedonien und die Türkei.

Der slowakische Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek hat erklärt, dass in der Nacht vom 06. auf den 07. Januar die Gaslieferungen aus der Ukraine um 70 Prozent reduziert worden seien. Der Druck in den Leitungen reiche nicht mehr aus, alle industriellen Grossabnehmern zu versorgen. Laut Wagner sind die Versorgung der Haushalte, der Krankenhäuser und Schulen allerdings garantiert.

Zwar verfügt die Slowakei über Gasreserven für 70 Tage, so Jahnatek. Angesichts des derzeit kalten Wetters reiche aber der Druck in den Leitungen nicht, um die Reserven komplett in Umlauf zu bringen. Ohne Abschaltungen von Grossabnehmern sei die tatsächlich verfügbare Menge Gas binnen zehn Tagen erschöpft. Die Slowakei hängt völlig von russischem Gas ab. Es kommt ausschliesslich über die Ukraine ins Land.

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