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Lohnnebenkosten in der Slowakei

Soviel Lob der Slowakei für die Vereinfachung des Steuersystems gebührt, soviel Tadel verdient sie für das alte System der Lohnnebenkosten.

Löhne werden in der Slowakei meistens als "brutto" angegeben. So sind zum Beispiel 25.000 SKK brutto ca. 19.000 SKK netto für den Arbeitsnehmer. Allerdings ist das "brutto" für den Arbeitgeber nur inklusive der Steuer - alle weiteren Abgaben (Gesundheits- und Pensionsversicherung, Sozialleistungen etc) kommen noch dazu. Schlussendlich zahlt der Arbeitsgeber für den Nettolohn von 19.000 SKK ganze 35.000 SKK - 54% Lohnnebenkosten, einer der höchsten Werte Europas.

Darin enthalten sind obstruse Kosten wie Verpflegung für Mitarbeiter. Arbeitet ein festangesteller Mitarbeiter mehr als vier Stunden täglich, hat er gesetzliches Anrecht auf Verpflegung. Das wird so gelöst, dass der Arbeitgeber Restaurant-Tickets (Essensbons) in Höhe von 89 SKK pro Arbeitstag für den Mitarbeiter kaufen muss. Der Mitarbeiter zahlt davon 45%, den Rest das Unternehmen.

Es bleibt zu hoffen, dass diese sozialistischen Überbleibsel im Rahmen einer Reform durch die nächste Regierung abgeschafft werden... und eine ähnlich clevere Lösung wie die 19%-Flat-Tax gefunden wird.

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