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Ausweg aus dem Gas-Streit für die Slowakei?

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Gas Slowakei15. Januar 2009 (The Slovak Spectator) - Nach Angaben des Vorsitzenden der Slowakisch-Russischen Gesellschaft, Ján Čarnogurský, war die Mission von Premierminister Robert Fico nach Russland und in die Ukraine ein Erfolg.

„Fico bot der Ukraine und Russland eine Alternative an, die technisch machbar ist und die Probleme der Slowakei lösen würde, ohne in den allgemeinen Streit zwischen den beiden Staaten miteinbezogen zu werden. Wir gehen davon aus, dass die Ukraine zustimmen wird. Russland hat bereits Ja gesagt", so Čarnogurský am Donnerstag, dem 15. Januar.

Bei Gesprächen auf höchster Ebene in Moskau haben Fico, Wirtschaftsminister Ľubomír Jahnátek und Außenminister Ján Kubiš ihren Partnern zwei Vorschläge unterbreitet, wie die Slowakei übergangsweise mit Erdgas versorgt werden könnte. Zunächst würde die Ukraine aus ihren Vorratstanks in der Nähe der slowakischen Grenze sofort 20 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag an die Slowakei liefern. Im Gegenzug würde Russland dann das gleiche Volumen zur Deckung des Inlandsbedarfs an die Ukraine liefern. Fico sagte, dass die ukrainische Premierministerin Julija Tymoschenko nicht sofort zustimmen konnte, er aber davon ausgehe, dass die Ukraine bald eine Entscheidung treffen würde.

Das russische Gasversorgungsunternehmen Gazprom bestätigte, dass dieses Projekt sofort umgesetzt werden könne, und hochrangige Vertreter des Unternehmens erklärten öffentlich, dass Gazprom dieselbe Menge Erdgas an die Ukraine liefern würde, wie von Kiew aus seinen Vorratstanks an die Slowakei geliefert würde. Laut Fico hängt das Schicksal des Projekts jetzt von der Zustimmung der Ukraine ab. Falls Kiew „Nein“ sagt, wäre dies aus rein politischen Gründen, und die Slowakische Republik müsste in ihren Beziehungen zu der Ukraine entsprechend reagieren.

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