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Béla Bugár übernimmt Vorsitz von Most – Híd

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Wie erwartet wurde Béla Bugár am 11. Juli auf dem Gründungkongress der Partei in Šamorín zum ersten Vorsitzenden der neuen Partei Most - Híd gewählt. Nur drei der sechs Posten der stellvertretenden Vorsitzenden wurden besetzt. Die ernannten stellvertretenden Vorsitzenden sind: Rudolf Chmel, Edit Pfuntner und Zsolt Simon.

Die Partei wurde durch abtrünnige Abgeordnete der ungarischen Koalitionspartei (SMK) Béla Bugár, László Nagy und Gábor Gál gegründet, die die parlamentarische Fraktion der SMK am 22. April wegen Meinungsverschiedenheiten mit der Parteiführung verließen.

Bugár bezeichnete die Gründung von Most-Híd, was in der slowakischen und ungarischen Sprache Brücke bedeutet, in seiner Rede vor den Delegierten als historisches Ereignis.

„Wir haben die Partei in unserem gemeinsamem Heimatland, in der multi-ethnischen Slowakei, gegründet, um die Idee einer gegenseitigen Zusammenarbeit auf der Grundlage von Toleranz hervorzubringen und um nach Offenheit, Anstand, Verantwortung und Vertrauen zu streben,“ sagte Bugár. Er hielt seine Rede in ungarisch als offizielle Sprache der Partei und Muttersprache aller Delegierten.

Auf dem Kongress nahm die Partei eine gemeinsame Erklärung an, indem sie Präsident Ivan Gašparovič aufforderte, den State Language Act nicht zu unterzeichnen. 

„Dieses Gesetz schadet den Slowaken und slowakischen Bürger mit anderem ethnischen Hintergrund,“ sagte Bugár.

Ehemalige Agenten des kommunistischen Geheimdienstes StB sowie die derzeitigen Mitglieder des Geheimdienst SIS können Mitglieder der neuen Partei werden.

Bugár sagte, dass die Parteigründer eine sehr positive Reaktion auf die Entscheidung zur Einrichtung der neuen Partei erlebten. Er ist der Auffassung, dass die Partei Lösungen für die täglichen Probleme der künftigen Wähler finden und gleichzeitig freundliche slowakisch-ungarische Beziehungen vorantreiben werde. Er versicherte allen, auch Slowaken und Ungarn oder Mitgliedern anderer ethnischer Minderheiten, dass die Politiker der Most-Híd alle ethnischen Fragen auf eine sensible Art und Weise behandeln werden.

„Wenn wir über heikle Themen sprechen, haben die Ereignisse der letzten zwei Jahre deutlich gezeigt, dass wir mit derart sensiblen Themen nicht umgehen können, wie z.B. einem Thema wie die Beneš-Dekrete oder dem Begriff der Eigenständigkeit,” sagte Bugár.  „In jeder Gesellschaft, in der es Tabuthemen gibt, gibt es auch diejenigen, die sie missbrauchen. Aber wir können sie nicht einfach unter den Teppich kehren und eine unklare politische Haltung einnehmen.“

 

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