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Kampf um Pressburger Kulturzentrum

Der Bauträger Henbury Development hat den Abriss des Kultur und Freizeitpark-Gebäudes (PKO) in Bratislava gestoppt, mit dem es in den frühen Morgenstunden des 14. April begonnen hatte. Dies berichtete der SITA Newswire. Vertreter der Stadt Bratislava behaupten, die Abbrucharbeiten kamen unerwartet für sie.

Der Bürgermeister von Bratislava Andrej Ďurkovský sagte, er habe den Bauträger sofort gebeten, den Abriss einzustellen.

Die Arbeiten wurden am 14. April um 10.00 Uhr gestoppt, nur ein paar Stunden, nachdem sie begonnen hatten, aber nur unter der Bedingung, dass die dem Bauträger ausgestellte und bis 19. April gültige Abbruchgenehmigung verlängert würde.

Die Abbrucharbeiten wurden offiziell am 15. April gestoppt, nachdem der Bürgermeister des Staré Mesto Bezirks von Bratislava eine Verlängerung der Abrissgenehmigung unterzeichnete. Wie SITA berichtete, werden die Fenster und Türen, die bereits entfernt wurden, von Henbury Development ersetzt. Demzufolge ist die Produktion kultureller Veranstaltungen wie die beliebte TV-Show Let's Dance oder die Spring Bratislava Jazz Days nicht mehr gefährdet.

Dank der Verlängerung hat die Stadt nun mehr Zeit, einen geeigneten Ersatz für die derzeitige PKO zu finden, wo zur Zeit die meisten wichtigen kulturellen Veranstaltungen stattfinden. Der Investor ist bereit bis Ende 2011 zu warten, wenn die verlängerte Abbruchgenehmigung abläuft.

Henbury Development beabsichtigt, ein neues Kultur-und Kongresszentrum auf dem Gelände des derzeitigen PKO zu errichten.

Henbury Development kaufte das PKO-Gelände im Jahr 2005 für €9,33 Mio. von der Stadt Bratislava und hatte es an die Stadt für einen symbolischen SK1 (€0,033) pro Jahr vermietet. Der Mietvertrag lief Ende März 2009 aus und seitdem nutzte die Stadt die Räumlichkeiten ohne Vertrag.

Nach dem Druck der Öffentlichkeit und von Bürgeraktivisten erklärte der Bürgermeister im März 2009, dass die Stadt das Gebäude zurückkaufen wolle. Der Bauträger wollte es allerdings nur für €24,7 Mio. verkaufen. Dies fanden die Vertreter der Stadt inakzeptabel. Laut SITA planten die Stadt und der Bauträger Verhandlungen anzuberaumen, um über die Zukunft der PKO zu verhandeln. Der Bauträger begann jedoch mit dem Abriss bevor ein Termin für die Sitzung festgelegt wurde.

 

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