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Laut NRO liegt reale Arbeitslosenquote bei 14%

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Nach Angaben des Slowakischen Governance Institute (SGI), eine NRO, liegt die reale Arbeitslosenquote in der Slowakei bei rund 14 Prozent und nicht wie vom Amt für Arbeit, Soziales und Familie (ÚPSVaR) berichtet, bei 11,8 Prozent. Dies äußerte der SGI-Vorsitzende Miroslav Beblavý auf einer Pressekonferenz am 6. August. 

„Die Situation ist viel schlimmer als berichtet wird, so dass die Notwendigkeit für die Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, um so dringender ist,“ betonte Beblavý. 

Das Institut warf der Regierung keine Datenmanipulation vor, tadelte jedoch, tatenlos im Umgang mit der hohen Arbeitslosenquote zu sein.

„Sie [die Regierung] hat noch keine wirklich wirksamen Maßnahmen ergriffen und die Unterstützung für soziale Unternehmen, was der insoweit erwähnenswerteste Schritt war, ist ein sehr teurer Weg zur Schaffung neuer Arbeitsplätze,“ sagte Beblavý und fügte hinzu, dass nach Berechnungen seiner Organisation jeder durch ein soziales Unternehmen geschaffener Arbeitsplatz mit rund €66,400 subventioniert werde. 

Laut ÚPSVaR ist die Zahl der Slowaken ohne Arbeit auf etwa 313.000 gestiegen. SGI glaubt jedoch, die Zahl liege tatsächlich bei rund 370.000, da diese Zahl zwei Gruppen von Menschen umfasst, die nicht in der Statistik von ÚPSVaR erfasst sind.

Die erste Gruppe besteht aus Menschen, die bei Stellenvermittlungen registriert sind, aber aus verschiedenen Gründen nicht zum arbeiten zur Verfügung stehen. Die zweite besteht aus Menschen, die überhaupt nicht bei Arbeitsvermittlungen registriert sind.

„Das macht sie nicht weniger arbeitslos,“ erklärte Beblavý. Eine Möglichkeit zur Umgehung der Registrierung bei einer Arbeitsvermittlung ist, Erwerbsunfähigkeitentschädigung zu beantragen, und die Zahl der Menschen, die das tun, hat seit der Krise im Land erheblich zugenommen, wie SGI feststellte.

 

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