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Milchproduzenten: Einzelhandelsketten bevorzugen ausländische Milchprodukte

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Laut Darlegungen der Slowakischen Handelskammer für Landwirtschaft und Nahrungsmittel (SPPK) sollte slowakische Milch und Milchprodukte wesentlich stärker in den Regalen der großen Einzelhandelsketten, die in der Slowakei Geschäfte betreiben, vertreten sein. Der Vorsitzende der Kammer, Milan Semančík, zeigte dem TASR Newswire die Ergebnisse einer Erhebung in den Zulieferketten der Tesco Hypermärkte, der Lidl Discontläden und der CO-OP Jednota Läden in Bratislava, die zwischen dem 10. und 17. März durchgeführt worden war.

Die Erhebung zeigt, dass nur 41,9 Prozent aller Milchprodukte in den Läden aus einheimischer Produktion stammten. Laut Semančík könnte dies der Grund dafür sein, warum der Milchverbrauch in der Slowakei so niedrig ist, einer der niedrigsten in der EU überhaupt. „Wir fordern aus berechtigten Gründen, dass slowakische Nahrungsmittel stärker in den Regalen vertreten sein müssen“, sagte Semančík.

Die SPPK ermittelte, dass die Läden der Lidl-Kette den geringsten Anteil slowakischer Produkte führten - nur 19,5 Prozent, während deutsche und tschechische Produkte bis zu 63,7 Prozent ausmachten.

Andererseits machten einheimische Produkte bei Lidl in der Tschechischen Republik 47,2 Prozent des Gesamtsortiments aus, während slowakische Produkte dort nur einen Anteil von 3,5 Prozent haben. Die SPPK sagte, dass diese Praktiken großer Einzelhandelsketten die negative Entwicklung der Außenhandelsbilanz für landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel, die im letzten Jahr um 15,3 Prozent gestiegen war, beschleunige.

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