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OECD: Slowakei erzielt bestes Wirtschaftsergebnis der EU

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12. Februar 2009 (The Slovak Spectator) - Angel Gurria, Generalsekretär der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), einer Vereinigung der Industrienationen der Welt, prognostizierte in einer Stellungnahme vom 10. Februar in Bratislava, dass die Slowakei während der fortdauernden Finanz- und Wirtschaftskrise relativ besser dastehen werde, als andere Länder.

Laut Gurria, der sich anlässlich der Präsentation eines OECD Reports über die Slowakei in Bratislava aufhielt, hat die Slowakei in den 16 Jahren ihrer Existenz als ein unabhängiges Land bewiesen, dass sie eine funktionsfähige Demokratie mit einer dynamisch wachsenden Wirtschaft ist, so der TASR Neswire.

Gurria geht davon aus, dass die Slowakei trotz der globalen Wirtschaftskrise, von der die Slowakei ebenfalls betroffen ist, das beste Wirtschaftsergebnis in Europa vorweisen wird. Seiner Meinung nach ist der erfolgreiche Beitritt der Slowakei zur Eurozone ein bedeutender Vorteil.

Während des gleichen Anlasses lobte der slowakische Präsident Ivan Gašparovič die Haltung der slowakischen Gewerkschaften, die, so Gašparovič, die Ernsthaftigkeit der Situation erkannt hätten und derzeit keine Gehaltserhöhungen forderten. Die Erhaltung von Arbeitsplätzen, Wirtschaftswachstum und Programme im Sozialbereich verdienten höchste Priorität in der Slowakei. Gurria wies auf mehrere Empfehlungen in seinem Bericht „Wirtschaftsübersicht der Slowakei 2009“ hin, wie zum Beispiel darauf, sich intensiver auf regionale Differenzen zu konzentrieren.

Laut dem Bericht der OECD könnte die hohe Arbeitslosenquote in einigen Regionen der Slowakei dadurch verringert werden, dass man es den Menschen leichter mache, zum Zweck der Arbeitsplatzsuche in andere Regionen umzuziehen. Dazu gehören zum Beispiel Verbesserungen bei der Wohnungspolitik, einschließlich dem Bau von Mietwohnungen für die sozial Schwächeren. Der Report legt dar, dass die gegenwärtige Struktur der slowakischen Wohnungspolitik durch einen Mangel an Mietwohnungen geprägt ist, was eine geringere Arbeitsplatzmobilität zur Folge hat und zu der hohen Arbeitslosenquote in den Regionen mit beiträgt.

Gašparovič vertrat außerdem die Ansicht, dass aufgrund der Wirtschaftskrise verstärkt staatliche Kontrollen notwendig seien. Der in seinen Worten „liberale rechte Flügel“ könne Sozialprogramme nicht länger zurückweisen, und er fügte hinzu, dass eine „linksgerichtete Politik“ ohne Berücksichtigung der Gesetze des Marktes nicht funktionieren würde. Er sagte außerdem, dass die EU nicht nur eine politische Union darstellen dürfe, sondern auch wirtschaftliche Mechanismen anbieten müsse.

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