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Stadt-Straßenbahnen Teil der slowakischen Geschichte

Thema:

Wenn Sie das nächste Mal schwitzend und mürrisch in der heißen Sonne stehen und auf die Straßenbahn warten, die bereits vier Minuten Verspätung hat, denken Sie an folgendes.

In den 1890er Jahren waren die üblichen öffentlichen Verkehrsmittel in der Slowakei sowie in vielen europäischen Städten kleine, von Pferden gezogene Kutschen. Der Service war langsam, manchmal unregelmäßig, und man musste beim Aussteigen darauf achten, wo man hintrat. Pferde sind eben Pferde.

Im Jahr 1893 unternahm die Stadt Bratislava allerdings einen richtungsweisenden Schritt. Sie vergab an den österreichischen Ingenieur Alexander Werner den Auftrag,  ein Eisenbahnverkehrssystems für die Stadt zu errichten, welches durch Strom gespeist wurde. Und das veränderte das Gesicht der öffentlichen Verkehrsmittel in Bratislava erheblich.

Die erste Straßenbahn fuhr am 27. August 1895 und beförderte an diesem ersten Tag 2.468 Fahrgäste. Die Strecke war eingleisig und 3.125 Meter lang. Sie lief von der Donau zum DAX-Hotel (heutiger Hviezdoslav Platz). Im Jahr 1895 wurde die Linie bis zum Bahnhof mit zwei Stationen erweitert.

Bis 1910 wurden fünf Linien in Bratislava eingerichtet, eine davon führte zur Dynamit-Nobel-Fabrik. Seitdem hat die Straßenbahn zwei Weltkriege überlebt und hat sich im gesamten Bratislava und Umgebung ausgebreitet.

Zwischen 1949 und 1965 waren alle Linien zweigleisig und bis zum Fall des Kommunismus im Jahr 1989 waren die Straßenbahnschienen zum großen Teil in einem schlechten Zustand und mussten ersetzt werden.
Heute befördern moderne elektrische Straßenbahnen immer noch die Mehrheit der Fahrgäste in Bratislava, die sich allerdings beim Aussteigen keine Sorgen mehr darüber machen brauchen, in was sie hineintreten könnten.

 

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