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Verliert Slowakei Wettbewerbsvorteil unter den Visegrad 4?

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Laut einer Analyse der Nationalbank der Slowakei (NBS) nähern sich die anderen Mitgliedsstaaten der Visegrad 4 dem Gruppenführer Slowakei immer mehr an. Dies berichtete die Finanzzeitung Hospodárske Noviny in ihrer Ausgabe vom 19. März.

Die Hauptgründe dafür sind der starke Euro, die relativ hohen Arbeitskosten und drei Jahre ohne größere Reformen in der slowakischen Wirtschaft. Die Experten der Zentralbank fügten jedoch hinzu, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Slowakei trotz allem nach wie vor gut sei, so das Finanzblatt.

Der hohe Umtauschkurs von Sk30,1260 für den Euro haben zwar die Nominallöhne der Slowaken erhöht, bedeutet aber andererseits, dass die Slowakei jetzt im Vergleich zu Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn die höchsten Lohnkosten hat. Die Analysten betonten die Notwendigkeit, das Verhältnis zwischen Lohnniveau und Produktivität genau zu beobachten. Die Slowakei genießt immer noch eine starke Position in Bezug auf den EU-Durchschnitt, aber ihr Wettbewerbsvorteil ist seit Anfang des Jahres aufgrund des rückläufigen Umtauschkurses etwas gesunken.

Die Slowakei liegt zwar nach wie vor auf den oberen Rängen der internationalen Listen für positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen, befindet sich aber nach den Jahren zu Anfang des Jahrzehnts, als sie regelmäßig auf den Spitzenpositionen im Bereich Wirtschaftsbedingungen und Wettbewerbsfähigkeit lag, in einer Phase der Stagnation. Der Bericht der Hospodárske Noviny deutet darauf hin, dass Geschäftsleute und ausländische Institutionen die Strafverfolgung, Bürokratie und Flexibilität des Arbeitsmarkts in der Slowakei negativ beurteilen.

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