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Baumafia in der Slowakei

30. Juni 2008, Tom Nicholson (The Slovak Spectator) - In den letzten Jahren, hat der Begriff "Baumafia" an öffentlicher Bedeutung in der Slowakei gewonnen. Polizei und die meinen damit organisierte Gruppen, die, verführt von den rasant wachsenden Grundstückspreisen in der Nähe der großen Städten, Landbesitzer um ihr Vermögen bringen.

Nach einer Polizeiquelle, die mit organisiertem Verbrechen Erfahrung hat, identifizieren diese kriminelle Gruppen typischerweise alte, sozial isolierte oder kranke Menschen mit einem bedeutenden Vermögen und versuchen, ihr Vertrauen zu gewinnen, indem sie Zweifel an den Motiven anderer Familienmitglieger schüren. Das Ziel ist die Übertragung des Gründstückes auf den neuen "Freund".

„Wir hatten Fälle, in denen die Opfer unter Senilität oder Alzheimer litten,“ sagt die Polizeisprecherin Andrea Polaciková.

Einer von den meist beschämenden Fällen drehte sich um eine 70jährige Rentnerin, welche im Jahr 2005 ihr Haus in der Lazaretská-Straße in der Nähe der Altstadt von Bratislava verlor. Sie lebte dort seit ihrem 15. Lebensjahr. Mental krank, verkaufte sie plötzlich und unter unklaren Umständen ihr Haus an einem Fremden verkauft und verschwand. Ihre Familie fand sie einem Monat später in einem Krankenhaus in Kremnica in der Zentralslowakei; anscheinend war sie dort freiwillig hingekommen, konnte sich allerdings nicht mehr an die Begleitumstände erinnern. Ihr Haus wurde abgerissen, heute ist es ein Teil einer Anlage von Luxusappartments in der Dunajská-Straße.

In Mai 2008 verkaufte Pavel Bátorfi aus Bernolákovo, der unter paranoider Schizophrenie litt, ein 20.000 Quadratmeter-Grünstück in der Nähe von Bratislava unter ähnlichen Umständen an seine zwei neue Freunde – Marek und Linda Lupták, Besitzer einer örtlichen Müllkippe.

Marek Luptáks voriger Geschäftspartner war Peter Križanovi, auch bekannt als "Duran", ein Mafiamitglied, das mit einer Autobombe im April 1997 ermordet war. Nach der Polizeiquelle, war Luptáks Bruder ein Polizist, der zweitweise als Fahrer für Križanovi arbeitete. Er war später vor seiner Wohnung in Petržálka von den Mitgliedern einer Gang ermordet worden, angeblich als Revanche für den Mord an Miroslav Sýkora in Februar 1997, von dem Križanovi beschuldigt war.

Es stimmt, dass der Bruder meines Ehemanns ermordet wurde, aber das sind sehr sensitive Tatsachen und was haben sie mit diesem Fall zu tun?“ fragt Luptáková.

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