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Slowakische GmbH & Co. KG

Die slowakische GmbH & Co. KG ist eine Form der Kommanditgesellschaft (KG) und wird in der Slowakei als Kapitalgesellschaft behandelt. Anders als bei einer typischen Kommanditgesellschaft ist der persönlich haftende Gesellschafter keine natürliche Person, sondern eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH - s.r.o.).

Die Firmengründung mit dieser gesellschaftsrechtlichen Konstruktion hat meistens zwei Ziele:

  1. Haftungsrisiken für die hinter der Gesellschaft stehenden Personen sollen begrenzt werden. In einer normalen KG haftet der Komplementär mit seinem gesamten Vermögen; da hier der Komplementär eine GmbH ist, ist die Haftung auf das Stammkapital dieser GmbH beschränkt.
  2. Nach deutschen Steuerpraktiken (BMF-Schreibens Nr. IV C 5 - 2/96 vom 13.01.1997) werden Gewinnausschüttungen der slowakischen oder tschechischen Kommanditgesellschaft an deutsche Gesellschafter nach deutschem Steuerrecht nicht besteuert, sondern lediglich zur Erhöhung des Progressionsvorbehaltes herangezogen. So kann man mittels der slowakischen Gmbh & Co. KG langfristig Gewinne abschöpfen, ohne diese in Deutschland noch einmal versteuern zu müssen. Dies gilt allerdings nur, wenn die slowakische KG eine effektive Betriebstätigkeit in der Slowakei ausübt und nicht nur vermögensverwaltend tätig ist.

Die GmbH & Co. KG wird durch die GmbH als Komplementär vertreten, die typischerweise auch die alleinige Geschäftsführungsbefugnis besitzt. Die Gewinnverteilung wird durch den Gesellschaftsvertrag geregelt.

Ein Nachteil ist, dass der Aufwand für die Buchführung entsprechend hoch ist, da sowohl für die KG als auch für die GmbH die Bücher zu führen und Abschlüsse zu erstellen sind. Da diese administrativen Aufwendungen in der Slowakei relativ gering sind, ist dies meist für den Steuervorteil in Kauf zu nehmen.

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