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Bardejov

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Bardejov KarteJede größere Stadt in der Slowakei ist mit dem ein oder anderen Projekt beschäftigt, um das zu erhalten, was von einem reichen kulturellen Erbe übrig geblieben ist oder um die ehemaligen Herrlichkeiten zu restaurieren und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Nirgendwo gibt es ein besseres Beispiel für das, was möglich ist, als der Zentralbereich von Bardejov, einer prachtvollen sächsischen Stadt im Nordosten der Slowakei, deren Wiederaufbau als perfekt gilt. 

Im Jahr 1986 bekam Bardejov eine Goldmedaille von der UNESCO für die Rettung und Restaurierung seiner Denkmäler, und im Jahr 2001 wurde die gesamte Stadt auf die offizielle Liste der Weltkulturgüter gesetzt.

Die sächsischen Weber machten Bardejov  im 12. Jahrhundert zu ihrem Standort, und ihre Nachkommen konzipierten den eindrucksvollen zentralen Marktplatz, um ihre Waren anzupreisen.

 

Bardejov

Bardejov liegt auf einem Hügel in den grünen Tälern der slowakischen Region Šariš und das Meiste an  verfügbarem Raum wurde dem Marktplatz zugedacht, dessen Pflaster sich über einen ungewöhnlich breiten und offenen Raum von einer Reihe von bunten Bürgerhäusern auf die andere Seite erstrecken. Die meisten dieser engen Wohnhäuser haben noch immer die dreieckigen Giebel, die bei deutschen Siedlern beliebt waren.

Bardejov’s Rathaus ist vermutlich das erste Gotik-Renaissancegebäude in der Slowakei. Es wurde im frühen 16. Jahrhundert erbaut und diente ursprünglich einem doppelten Zweck: kommunale Ämter im Obergeschoss (dem Renaissance-Teil) über einer Markthalle im Erdgeschoss mit gotischen Arkaden. Im gesamten Gebäude ist heute das Stadtmuseum untergebracht.

Besonders hervorzuheben sind einige Dekorationen von einem von Meister Pauls 1524 Altären; ein Glaswappen von 1510 (eine der ersten bekannten Verwendungen von Glas in der Slowakei); ein Ring, der der  stets beliebten Königin Sissi gehörte und eine Kopie des ersten gedruckten Buchs in slowakischer Sprache (das Original befindet sich in der Nationalbibliothek). Zu der Ausstellung gehört weiterhin die von Kugeln durchsiebte Statue von König Roland, die früher auf der Spitze des Rathauses stand.

Am nördlichen Ende des Platzes gilt die St. Aegidius-Basilika als majestätisches Beispiel für Bardejov’s ehemaligen Wohlstand. Sie wurde auf dem Gelände eines Zisterzienserklosters aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Die heutige Anlage hatte zunächst eine dreischiffige Basilika mit einfachen Arkaden. Dann gingen eine Vielzahl von berühmten Architekten während des gesamten 15. und 16. Jahrhundert an die Arbeit und ergänzten einen Schrein, eine Sakristei, drei weitere Kapellen (für St. Katharina, Verica Mager und St. Andreas), die königliche Kapelle, neue Gewölbe und schließlich den Turm. Die besten Innenarchitekten der Epoche, darunter Meister Paul von Levoca, erfüllten die Kirche mit 11 Flügelaltären, von denen die meisten immer noch erhalten sind, und zahlreichen anderen Verzierungen. Heutzutage leuchtet das Innere seltsam grünlich / gelb und und man kann eine eindrucksvolle Darstellung der Kreuzigungsszene betrachten.

Es lohnt sich, die 180 Stufen hinauf zum Turm zu erklimmen, um die ganze Stadt von oben zu betrachten. Die vier Seiten des Balkons bieten den besten Ausblick auf den Marktplatz und die zum großen Teil noch intakte Befestigung um die zentralen Bereiche.

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Bardejov ist das Museum der Ikonographie in der Rhódyho-Straße, dessen Wände mit einer Mischung aus originalen und nachgebildeten bunten Ikonen geschmückt sind, die in der Regel von den zahlreichen Holzkirchen in der Karpato-Ruthenischen Region stammen. Auf der anderen Straßenseite sollte man eine naturwissenschaftliche Ausstellung mit Szenen von ausgestopften Tieren, die sich mitunter gegenseitig fressen, nicht versäumen.

Veranstaltungen in Bardejov

  • April: Musikalischer Frühling in Bardejov Das Festival präsentiert verschiedene musikalische Darbietungen
  • Juni: Bardejov Stadttage – „Ritter Roland Spiele“ Traditioneller Markt und Attraktionen, die  Vergangenheit und Gegenwart der Stadt widerspiegeln
  • Juni: St Johannis Feuer  Tradition des Feuermachens am St. Johannis Tag im „Groba“-Stadion.
  • Juli-August: J. Grešák Tage Orgelmusik in der St. Egidius-Kirche
  • August: Traditioneller Markt in Bardejov Traditioneller Markt mit verschiedenen handwerklichen Präsentationen, Folklore und Straßentheater.
  • September: Pontes Mosty porozumenia Internationale Festival der Orchestermusik in der St. Egidius-Kirche
  • Dezember: Koledy spod brány Bevorzugtes Weihnachts-Event mit Gesang von Weihnachtsliedern auf dem Marktplat

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