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Das Detroit Europas

Osteuropa gewinnt als Standort für die Automobilindustrie auch in Zukunft weiter an Bedeutung. Insbesondere die Slowakei hat sich in den letzten Jahren zu einer Wiege der produzierenden Automobilindustrie in Europa entwickelt. Die Hauptgründe für die Zunahme der Investitionen der Automobilindustrie in der Slowakei sind vor allem ein vorteilhafter Steuersatz (Flat Tax) und die im europäischen Vergleich niedrigen Lohnkosten.

Automobilindustrie 25 Prozent der Industrieproduktion

Die Bedeutung der Automobilindustrie für die slowakische Wirtschaft wird in einem Bericht der slowakischen Wirtschafts-Wochenzeitung "Trend" ersichtlich. So machte die Automobilindustrie bereits im Jahr 2004 mit einem Umsatz von 310 Milliarden einen Anteil von 25 Prozent an der gesamten Industrieproduktion des Landes aus. Gemessen an der Einwohnerzahl wird die Slowakei unter konstantem Wachstum in naher Zukunft zum größten Pro-Kopf-Autoproduzent der Welt heranwachsen.

Deutsche Autokonzerne als Vorreiter

Einer der ersten ausländischen Investoren aus der Automobilbranche war der Volkswagenkonzern, der bereits seit Anfang der 90er Jahre in der Nähe von Bratislava einen seiner weltweit ertragreichsten Produktionsstandorte unterhält. In den Städten Nitra und Martin produziert Volkswagen darüber hinaus diverse Autokomponenten. Bisher hat Volkswagen an die 1,2 Milliarden Euro in der Slowakei investiert, beschäftigt derzeit rund 9.000 Menschen und gilt als größter Exporteur des Landes.

Neben Volkswagen haben auch zahlreiche andere große Autokonzerne im Land die Fertigung aufgenommen. Für den französische Autobauer PSA Peugeot Citroen fertigen in der nur 50 Kilometer von Bratislava entfernten Stadt Trnava rund 1.500 Beschäftigte den Peugeot 207 (in der slowakischen Produktionsniederlassung des Konzerns).

Kia-Hyundai hat in der nordslowakischen Stadt Žilina seinen ersten europäischen Produktionsstandort errichtet, wodurch mehr als 10.000 Arbeitsplätze in der Region entstanden sind. Seit Ende 2006 wird in dem Automobilwerk der neue Kompaktwagen Kia cee’d produziert.

Bedeutendster Produktionsstandort Osteuropas

Nach Schätzungen der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) wird sich durch die Investitionen des französischen PSA-Konzerns und der koreanischen Kia-Hyundai-Gruppe die slowakische Pkw-Produktion voraussichtlich auf 540.000 Einheiten verdoppeln. Des Weiteren schätzt PwC, dass im Jahr 2013 das Produktionsvolumen um rund 700.000 über dem aktuellen Niveau liegen wird. Gleichzeit expandieren die Zulieferfirmen vor Ort, neue siedeln sich an oder kooperieren mit slowakischen Partnern. Diese positiven Trends in der Automobilbranche wirken sich auch auf den slowakischen Arbeitsmarkt aus. Laut einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) arbeiteten im Jahr 2006 rund 67.000 Menschen in der Automobilbranche. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnte diese Zahl auf 100.000 steigen, wobei Jobs bei Zulieferern eingerechnet werden.

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