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Slowakische Höhlen

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Selbst der leidenschaftlichste Höhlenforscher kann bei einer kurzen Reise in die Slowakei nicht alle Höhlen besuchen, die das Land zu bieten hat. Es gibt mehr als 5.000 Höhlen, von denen 15 für die Öffentlichkeit zugänglich sind; fünf sind als UNESCO-Weltkulturerbe als wichtige kulturelle Denkmäler anerkannt. Indes muss man die majestätischen unterirdischen Landschaften in einigen dieser Höhlen wirklich gesehen haben und auch der gelegentliche Höhlentourist sollte eine Reise zu mindestens ein paar unternehmen, schon um zu sehen, was genau mit einem tropfenden Dach, den richtigen Witterungsverhältnissen und ein paar Millionen Jahren passiert. 

Höhle in der Slowakei

In der Region Banská Bystrica ist die bekannteste Höhlenanlage die Höhle der Toten Fledermäuse (Jaskyòa mŕtvych netopierov), so benannt nach dem Bodenbelag mit Fledermausknochen, von denen einige bis zu 6.000 Jahre alt sind. Die Besucher haben die Wahl zwischen einer Reihe von verschiedenen Routen auf  mehr als 16 Kilometern unterirdischen Gängen durch die Niedere Tatra, was unterschiedliche Anforderungen an die Fitness der Besucher erfordert.

Trotz eines weniger Aufmerksamkeit erregenden Namens enthält die Bystrianska Höhle in der Nähe von Tále tatsächlich mehr Arten von lebenden Fledermäuse als ihre dramatisch betitelte Nachbarin. Es ist auch der einzige Höhlenkomplex im Land, der für Rollstuhlfahrer zugänglich ist, und wo man natürlich viele bewundernswerte Tropfsteinskulpturen findet, die je nach Ihrer Phantasie an Elefantenohren, Rinderhälften und/oder Kirchenaltäre erinnern.

Wenn Ihr Besuch im Winter stattfindet, ist es manchmal auch möglich, überwinternde Fledermäuse zu erspähen, und es ist schwer eine Art von kindischer Freude zu unterdrücken, wenn der Führer eine Taschenlampe auf ein schlummerndes Exemplar scheint, vor allem, wenn es von Ihnen unbemerkt nur etwa 30 Zentimeter von Ihre Nase entfernt hängt. Diese starren kleinen Kokons, einige mit eng um ihren Körper geschlungenen Flügeln, andere mit herabhängenden Flügeln und Fellbäuchen, überwintern ungestört von der Prozession der raunenden Besucher für mehrere Monate im Jahr in den Höhlen.

Es gibt auch ernsthafte Erhaltungs- und Forschungbemühungen für die Höhlen, wo man die Lebensräume und Gewohnheiten der Fledermäuse untersucht, um ihre reizvolle Präsenz in den Höhlen zu erhalten. Die Lebensräume selbst sind in Gefahr und laut Höhlenpflegern ist die erste Priorität heutzutage deren Erhaltung. Viele Höhlen wurden durch unvorsichtige Forscher nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört, während Souvenirjäger bekannt dafür sind, Stalagmiten oder Stalagtiten abzubrechen und damit Tausende von Jahren hartnäckiges Tropfen für ein wertloses Andenken zunichte zu machen.

Aber abgesehen davon ist die Slowakei zu Recht stolz auf ihre Höhlen - es ist zweifellos ein „kleines, großes Land“ vor Ort - und für die Touristen ist es immer eine lohnende Reise sein, für ein, zwei Stunden in ein kühles unterirdisches Labyrinth einzutauchen, egal ob mit toten Fledermäusen oder nicht.

 

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