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Gewerkschaften

Thema:

Gewerkschaften in der Slowakei   

Das übergeordnete Ziel von Gewerkschaften ist die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen aller Arbeitnehmer. Im Vordergrund stehen dabei beispielsweise Bestrebungen nach höheren Löhnen, Arbeitszeitverkürzungen oder mehr Mitbestimmungsrechten. Die wichtigste Arbeitnehmervertretung in der Slowakei ist die im Jahr 1990 gegründete Konföderation der Gewerkschaftsverbände der Slowakischen Republik (KOZ SR), die mit 37 Mitgliedsgewerkschaften fast alle Berufsbranchen abdeckt.

In der Slowakischen Republik wird aufgrund einschlägiger Gesetze sowohl Gewerkschaftsorganen als auch den Betriebsräten ein Vertretungsrecht in den Unternehmen eingeräumt. Zulässig ist diese Vertretung aus der Kombination von Betriebsrat und Gewerkschaftsorgan erst seit dem Jahr 2003. Zuvor konnten Betriebsräte nur dort eingerichtet werden, wo keine gewerkschaftliche Organisation vorhanden war (ab 2002) oder überhaupt nicht existierten (vor 2002).

Die neue Kombination von Betriebsrat und Gewerkschaftsorganisation bzw. das alleinige Vorhandensein einer dieser beiden Arbeiternehmervertretungen bedingt verschiedene Rechte der beiden Vertretungen. Beide Organe haben ein grundlegendes Recht auf Unterrichtung. Existieren in einem Unternehmen beide Vertretungen, hat die Gewerkschaft das alleinige Recht auf Tarifverhandlungen. Der Betriebsrat hingegen hat ein Recht auf Anhörung und Zustimmung zu den Arbeitsvorschriften. Beim Nichtvorhandensein eines Betriebsrates hat auch die Gewerkschaftsorganisation auch Anhörungsrecht.

Im Zusammenhang mit der Wahl der Gewerkschaftsmitglieder besagt das Gesetz, dass lediglich drei Gewerkschaftsmitglieder vorhanden sein müssen. Die Regeln für die Wahl der Gewerkschaftsvertreter werden von der Gewerkschaft erstellt. Diese werden wiederum von den Gewerkschaftsmitgliedern gewählt.

Der Betriebsrat wird in Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten, wenn mindestens 10 Prozent der Arbeitnehmer es wünschen, für eine Dauer von 4 Jahren gewählt. Beschäftigt der Betrieb zwischen 5 und 49 Arbeitnehmern, so wird lediglich ein Betriebsobmann gewählt. Die Nominierung erfolgt durch die Gewerkschaft oder 10 % der Belegschaft, und mehr als 50 % der Belegschaft muss wählen, damit die Wahl Gültigkeit hat.

 

 

 

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